Terminalpläne

Wenn ich mir als Mutter dreier Kinder ein Containerterminal in der Nachbarschaft vorstelle dann graust es mich.

Das Ding soll 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche betrieben werden- das heisst vor allem erst einmal ununterbrochen Lärm. Mir kann nämlich niemand erzählen dass das leise ist, nur weil dort Elektroloks verwendet werden sollen. Was ist mit den Kränen, den Lastern, den aufeinanderprallenden Containern?

Tags und Nachts wird es hier keine Ruhe mehr geben, an ruhigen Schlaf wird nicht mehr zu denken sein. Und dass Lärm und Schlafmangel der Gesundheit schadet ist ja mittlerweile bekannt. Von einer sinkenden Konzentrationsfähigkeit kann man ebenfalls ausgehen!

Der zusätzliche LKW-Verkehr der dann vor unserer Tür aufkommt ist noch so eine Sache. Wenn ich mir vorstelle dass hier ständig übermüdete LKW-Fahrer von weit her vorbeirauschen, dann kann ich doch nur Angst davor haben, dass meinen Kindern im Straßenverkehr etwas zustößt! Raus lassen kann man die Kinder dann ja wirklich kaum noch.

Außerdem ziehen Laster Laster an. Wo Lastwagenfahrer sich treffen sind die Damen des Rotlichtgewerbes nicht weit- und wo es Rotlichtmilieu gibt, gibt es auch Bandenkriminalität. Und so etwas mag ich mir hier noch nicht einmal vorstellen!

Wir sind damals, ebenso wie es eine meiner Vorschreiberinnen berichtet, hier hin gezogen weil wir eben ländlich leben wollten. Unser Ort ist wirklich toll, ich lebe hier sehr gerne. Meine Kinder sind glücklich weil sie in dieser Umgebung auf Naturforscher- und Entdeckungstour gehen können, und dass sie dank des Naturschutzgebietes auch viele spannende Dinge für das Leben lernen können. Muss das wirklich mit einem Terminal zugeballert werden?

Ich sehe ein, dass Güter transportiert werden müssen, und ich erliege auch nicht der Illusion, dass sich alles, was wir in den Geschäften erstehen können, von magischer Hand alleine von A nach B transportiert- irgendwohin muss solch ein Terminal für den Güterverkehr ja. Aber muss es wirklich genau zwischen zwei Dörfern sein?
Es muss doch bessere Standorte geben!

Eine Antwort auf „Terminalpläne“

  1. Wir sind auch als Familie von der Großstadt hierher gezogen, damit unseren Kindern in einer ländlichen Umgebung aufwachsen.
    Und nun will der Landrat Spelthahn (CDU) diesen Containerterminal, gegen den Willen der betroffenen Bevölkerung, durchsetzen.
    Ich Frage mich, was hat der Landrat davon?
    Wir sollten als Betroffene auf jeden Fall reagieren, indem wir Herrn Spelthan z.B. Protest – emails schicken!
    Die Befürworter sollten wir bei den nächsten Wahlen abstrafen!

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