Containerterminal: Bürgermeister Harzheim und die Ratsparteien wollen nicht handeln

Als die Ratssitzung der Gemeinde Merzenich am 25.4.2013 zu Ende ging, war die Enttäuschung bei den Zuhörern groß.

Statt Maßnahmen gegen das geplante Industriegebiet zu beschließen, hatte lediglich eine Debatte stattgefunden. Dabei hatte der Bürgermeister Peter Harzheim nochmals seinen Standpunkt bekräftigt, dass er derzeit keinen Handlungsbedarf sehe, da ein Verwaltungsverfahren noch nicht eingeleitet worden sei.

Zwei eingereichte Anträge die die Gemeindeverwaltung beauftragen sollten sich mit dem Thema zu befassen, wurden vom Bürgermeister übergangen ohne dass die Ratsparteien auf die Abstimmung bestanden hätten.

aktiv für Merzenich e.V. vertritt dagegen die Auffassung, dass bereits vor einem offiziellen Verwaltungsverfahren alles versucht werden muss, um das geplante Großprojekt zu verhindern.
Denn in der Frühphase eines Projektes fällt es den Beteiligten wesentlich leichter wieder auszusteigen, da erst geringe finanzielle Mittel in die Planung investiert worden sind.

Alle anderen Strategien erhöhen unbeabsichtigt oder beabsichtigt die Wahrscheinlichkeit, dass das geplante Güterverkehrszentrum und der Logistikpark verwirklicht werden.

Deshalb ist es unbedingt notwendig, dass die Merzenicher Volksvertreter schnellstmöglich handeln und der Bürgermeister mit seiner Gemeindeverwaltung sowie die Ratsparteien alle Einflusskanäle nutzen, um das Projekt schon in der Anfangsphase zu verhindern.

Wer da zögert oder sich gar verweigert, handelt nicht im Interesse der Merzenicher Bürger und müsste Konsequenzen für die nächsten Kommunalwahlen 2014 befürchten.

gez.
Vorstand von „aktiv für Merzenich e.V.“

18 Antworten auf „Containerterminal: Bürgermeister Harzheim und die Ratsparteien wollen nicht handeln“

  1. Wann gedenken denn der Bürgermeister und die Ratsmitglieder zu handeln? Erst wenn die Planungen abgeschlossen und alles schon seinen Weg geht und nicht mehr zu stoppen ist. Und dann erzählen sie uns, wir können leider nichts mehr tun, aber wir werden für geeignete Lärmschutzmaßen etc. sorgen. Nein, danke, genau so wollen wir es nicht. Das ganze Thema muss schon vorher im Keim erstickt werden. Wir Merzenicher wollen keinen Containertermninal an unsere Gemeindegrenze.

  2. Ich glaube der Bürgermeister und die Parteien werden erst aktiv, wenn die Wahlen anstehen.
    Dann sieht man sie wieder auf der Strasse!
    Dann erzählen sie uns wieder wie aktiv und erfolgreich sie waren!
    Blablabla…

  3. Vielen Dank für Ihr Engagement und Ihre Mühe!

    Ohne die Bürgerinitiativen wäre das Containerterminal schon beschlossene Sache.

    Deshalb überweise ich heute als Spende 50 €.

  4. Liber Herr B.,

    wir können Ihre Wut durchaus verstehen. Im Kern ist Ihr Beitrag auch sehr gut. Aber an zwei Stellen gehen die Pferde mit Ihnen durch.

    Sie können Ihren Beitrag gerne so modifizieren, dass er Ihre Emotionen ausdrückt. Aber bitte nehmen Sie die Kraftausdrücke heraus. In der jetzigen Form werden wir Ihren Beitrag nicht frei schalten.

    Vielen Dank und einen herzlichen Gruß von der Technik.

  5. Ich finde es schade, dass man hier klar vorgeführt bekam, dass man offensichtlich nicht in jedem Fall auf die Unterstützung des momentanen Bürgermeisters bauen kann, wenn man in der Gemeinde Merzenich ein wichtiges gesellschaftliches Anliegen hat.
    Dabei wäre es im Grunde nicht mehr als ein erstes wichtiges und willkommenes Signal des jetzigen Bürgermeisters an die Bürger von Merzenich und an die BI gewesen, hätte dieser sich im Rat mit einer gemeinsamen Erklärung gegen eine vorauseilende Akzeptanz dieses Lebensraum vernichtenden Schandmals in unmittelbarer Nähe zur Gemeindegrenze durchgerungen. Ein wichtiges erstes Zeichen wäre dies gewesen, das zeigt, dass der noch amtierende Bürgermeister und Rat ein wachsames Auge haben auf die Entwicklungen in den Nachbargemeinden und sich rechtzeitig für die Konsequenzen aus solchen Entwicklungen für die Bürger der Gemeinde Merzenich interessieren, um im entscheidenden Moment kompetent mitdiskutieren und berechtigte Forderungen nach Schutzmaßnahmen/Ausgleichsmaßnahmen formulieren und beantragen zu können. Also im Grunde wäre das außerdem eine (somit leider verpasste) Chance zur Eigenwerbung für den momentanen Bürgermeister von Merzenich im Hinblick auf die nächste Wahl gewesen.
    Stattdessen wird ein Beschlussantrag über eine gemeinsame Stellungnahme der Ratsfraktionen als „verfrüht“ abgeschmettert, weil dem immer-noch-Bürgermeister die bereits seit über einem Jahr in unterschiedlichsten Foren diskutierten Planungen und auf der BI-Homepage zusammengetragenen Fakten zum Schandmal als „noch nicht konkret genug“ erscheinen. Soll er sich doch freuen, dass er alles bereits früher weiß und nicht erst bei Antragstellung (wenn es vielleicht fürs über-den-Zaun-bellen zu spät ist).
    Planungen (auch die von Gegenmaßnahmen) haben es i.d.R. an sich, dass sie möglichst rechtzeitig in Angriff genommen oder besser: rechtzeitig abgeschlossen sein sollten und das wird hoffentlich auch beim künftigen Bürgermeister von Merzenich wieder so sein.
    Am Ende kann man dem jetzigen noch nicht mal vollständige Tatenlosigkeit vorwerfen, da er ja am Schluss dieser Veranstaltung immerhin die Konstitution einer „Krabbelgruppe“ anregte, die sich mit (habe ich vergessen, ich glaube es war) der Ermittlung der künftigen wirtschaftlichen Entwicklungspotenziale der Gemeinde beschäftigen soll.
    Na, das nenne ich mal „mit Kanonen auf Spatzen schießen“, holla, und zweifellos wird es unter einem derart geradlinigen und entschlossenen BM schon bald heißen „Adieu, Containerterminal!“

  6. Es ist leider nicht das erste Mal, daß unser Herr Bürgermeister vorgibt in einer Angelegenheit keine Ahnung zu haben. Schade ist nur, daß unsere Gemeinde wieder einmal darunter leiden muß und nicht vernünftig vertreten wird.
    – Schäden an Kanälen, Straßen und Wegen: sind ja (fast) alles keine Bergschäden. Daß unsere Pfarrkirche kurz vor dem Einstzur stand: auch hier ist die Gemeinde nicht hinter dem Verursacher her. Sonderbare Nulllinien: hat alles seine Richtigkeit, oder?
    – Lärmschutz für die A4: hier ist Merzenich doch nicht betroffen.
    – Lärmschutz für die Tagebaurandstraße: eine Verkehrsverdopplung ist doch harmlos, da muß man doch nichts tun.
    Usw. usw.

  7. So, jetzt mal zum mit-meißeln: Ich will so einen Container-Sch*** nicht vor unserm Dorf haben und auch nicht am LKW-Staub ersticken und keinen Tinnidings kriegen und schon gar kein Psycho werden, nur weil der dreifaltige Landrat ein „Denkmal“ braucht und der einfältige Bürgermeister und seine einfältigen Freunde nicht wissen, wie man datt verhindern kann. Datt f*** mich total ab! Echt!

  8. Guten morgen fließiges Bienchen,

    Danke für den Flyer und das Gespräch! Ihr seid ja früh auf den Beinen, ich treffe beim frühen Gassigang sonst eher keinen.

    Jetzt wisst Ihr, warum sich die Morschenicher für den Standort „Zwischen den Höfen“ entschieden haben. Nicht weil es da so schön grün ist, sondern weil es vom Lärm her der best mögliche Kompromiss war. Da haben wir „nur“ die Landesstraße und den Flugbetrieb, sollte passabel sein.

    Was den Terminal angeht: warum die Verwaltung pennt und sich nicht in Düren bei der Wirtschaftsförderung einklinkt ist ein Rätsel. Liegt leider wohl an den Köpfen im Rathaus.

  9. Was wird hier eigentlich zum Wohle der Bürger unternommen? Seit wir hier in der Gemeinde Merzenich wohnen – seit 35 Jahren – hat sich die Lebens-/Wohnqualität kontinuierlich verschlechtert. Ist es nicht genug, dass uns der Braunkohletagebau „auf die Pelle“ rückt….??? Jetzt soll es auch noch ein Containerterminal sein…???
    Auch für unsere „Gemeinde-Oberhäupter“ gilt es, Schaden von der Gemeinde abzuhalten…!!!! Ein Bürgermeister hat eine Fürsorgepflicht seinen Bürgern gegenüber und entsprechend sollte er sich verhalten! Und da erwarten wir eine klare Stellung zu allen Projekten und ein mutiges Einsetzen zum Wohle der Gemeinde!

  10. unglaublich!!!
    da wird ein riesiges container-terminal unmittelbar in der nähe von merzenich geplant und herr harzheim und die parteien erklären sich für nicht zuständig!

  11. Die Vorbereitungen sind doch schon längst getroffen: 2-spuriger Kreisverkehr an der neuen Auffahrt A4 Richtung Köln. Und ich habe mich immer gefragt warum dort so ein großer Kreisverkehr gebaut wurde. Ich wette dass die großen Parteien im Sinne des Projektes entscheiden, das Terminal gebaut wird, und schon längst irgendwelche geheimen Vorverträge und Absichtserklärungen existieren. Die Neu-Morschenicher hatten absolut Recht, sich für das Gebiet zwischen den Höfen im Norden von Merzenich zu entscheiden.
    Und da verstehen unsere politischen Vertreter nicht, dass das Volk so politikverdrossen ist.
    Wen wundert´s !!!

  12. Für wie Blöd halten uns eigentlich die Parteien und der Bürgermeister?
    Die Parteien in Merzenich geben vor gegen das Containerterminal zu sein,
    unternehmen aber nichts dagegen.
    Der Bürgermeister spielt den Ahnungslosen, er habe keine Informationen vorliegen und es sei zu früh zum handeln.
    Herr Bürgermeister, dann müssen Sie sich die Informationen eben beschaffen!
    Das ist Ihr Job, dafür werden Sie bezahlt!
    Die Folgerung kann nur sein, dass die Parteien und der Bürgermeister nicht ernsthaft an einer Verhinderung des Containerterminals interessiert sind.
    Dafür gibt es bei den nächsten Wahlen die Quittung!!!

    1. „Surfer“ deine Analyse stimmt.

      Aber die Schlussfolgerung hat einen Pferdefuß.
      Die Parteien in Merzenich ( CDF, SPD,CDU, BFM, FDP) verhalten sich alle ähnlich.
      Erinnert ein wenig an die Blockparteien in der DDR.

      Also wen soll man da als Merzenicher wählen?

      Liebe Verantwortlichen von „aktiv für Merzenich“ könnt ihr nicht zur nächsten Kommunalwahl antreten.
      Dann hätten wir in Merzenich wenigstens eine Alternative zur Wahl.

      1. Auch wir sind von der Merzenicher Politik maßlos enttäuscht.
        Es ist Ihnen von „aktiv für Merzenich“ hoch anzurechen, daß sie in die Bresche springen und uns informieren.
        Deshalb möchte ich mich bei Ihnen nochmals für die sehr interessante Informationsveranstaltung im Boss bedanken.

  13. Um es mal mit den einfachen Worten meiner Tochter ( 10 ) zu sagen : Terminal is doof ….
    Nicht unbedingt konstruktiv , ich weiß . Aber ….der kleinste gemeinsame Nenner .

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*