Containerterminal: Pressemeldungen zum Einwohnerantrag

In der lokalen Presse wird sowohl zu unserem gestellten Einwohnerantrag in Merzenich als auch zur Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses in Düren berichtet:

radio Rur vom 05.07.13: Containerbahnhof eher unwahrscheinlich

[…}Der Merzenicher Rat sprach sich unterdessen auch gegen das Projekt aus. […]

Nicht nur in Düren, auch in Merzenich ist der geplante Containerbahnhof Thema. Der Merzenicher Rat hat sich mit dem Antrag der Bürgerinitiative „Aktiv für Merzenich“ beschäftigt. 1.300 Unterschriften gegen den geplanten Bau hatte die BI gesammelt. Sie will das Projekt mit allen Mitteln verhindern. Hauptgrund: Das Projekt nehme zu große Ausmaße an. Die Auswirkungen für die Bevölkerung seien massiv, so die Initiative.

Bei der Sitzung am Donnerstag hat sich der Rat mehrheitlich gegen den Containerbahnhof ausgesprochen, mit der Gegenstimme von Bürgermeister Harzheim. Begründung:“ Wir stimmen hier über Visionen ab“. Es gebe noch keine Planung, die etwas über die Größe oder Lärmbelastung des Terminals aussage. Daher sehe er als Bürgermeister keinen Anlass dafür, Beschlüsse über ein Fragezeichen zu fassen.

Aachener Nachrichten vom 05.07.13:  Stadt Düren legt Terminal auf Eis

Aachener Zeitung vom 05.07.13: Terminal: Projektgesellschaft liegt auf Eis

 

5 Antworten auf „Containerterminal: Pressemeldungen zum Einwohnerantrag“

  1. Ungeachtet dessen, ob man die Überlegungen, die Landrat und Rurtalbahn vor über einem Jahr öffentlich machten, noch als „Vision“ oder als „Planung“ bezeichnet, halte ich es für eine Aufgabe des Gemeinderats und des Bürgermeisters sich mit möglichen positiven und negativen Auswirkungen solcher Maßnahmen auf die Gemeinde Merzenich auseinanderzusetzen und zwar bereits in der Planungs-/Visions-/Überlegungsphase und nicht erst, wenn konkrete Anträge vorliegen. (Dann wäre es zu spät!) Dazu gehört natürlich auch, dass man sich als Verantwortlicher für das Wohl einer Gemeinde ein Bild davon macht, welche Ausmaße eine solche „Vision“ annehmen kann, auch ohne dass sämtliche Zahlen mit zwei Nachkommastellen zur Verfügung stehen. An der abwiegelnden Argumentation des Bürgermeisters wird leider deutlich, wie sehr der Phrasendrescherei gegenüber dem aktiven Schutz der Bevölkerung vor wirtschaftlichen Interessen einzelner Unternehmen der Vorrang gewährt wird. Im Gemeinderat wird versucht, sich mit Hilfe von Wortklaubereien sowie dem Ignorieren von Bürgeranträgen aus der aktiven Rolle zu winden, die man stattdessen lieber dem Bürger selbst (bzw. eines vorbildlich agierenden Bürgervereins) überlässt – eigentlich ein relativ beschämendes Bild von Rats-„Arbeit“ und ein ziemlicher Skandal …

    1. @Jonas Schäfer:
      Genau! Und wenn der Bürgermeister nicht Bürgermeister sondern Brandwehrmeister wäre, dann würde er im Alarmfall seine Brigade zurückhalten mit den Worten: „Warum denn gleich ausrücken? – Wir wissen doch gar nicht, wie groß das Feuer werden wird! Und ich sehe als Brandwehrmeister keinen Anlass dafür, ein Fragezeichen zu löschen!“

  2. Fast zu schön um wahr zu sein … vorgestern noch bangt man um die Größe der Logistikfläche (siehe Arnoldsweiler Ritt II), gestern stößt die Rurtalbahn-Geschäftsleitung wieder mal – allerdings zu spät ins Horn und heute schon soll es aus sein mit dem Schandmal? Hat man etwa auf allen Seiten endlich erkannt, dass sich die Maßnahme nicht rechnet, wenn man die Versprechungen der Befürworter (= einige wenig qualifizierte Arbeitsplätze u.a. für Prostituierte und Zuhälter) dem Aufwand (massive Lebensraumzerstörung für Mensch, Flora und Fauna, Einbußen für Tourismus, Landwirtschaft sowie Lebensqualität der Bevölkerung) gegenüberstellt? Ich wünsche mir, dass man sich in der Gemeinde Merzenich bei künftigen Planung solcher Großprojekte nicht von einzelnen Lobbyisten beeindrucken lässt, sondern gewissenhafter bei der Sache ist, so wie es die Verantwortung für die Menschen in einer Gemeinde bei Ausübung eines demokratisch gewählten Amtes erforderlich macht.

    1. Einst rücksichtlos geplant zur Gewinnmaximierung und mehrfacher Denkmalsetzung – jetzt Synonym für beispielhaften Klüngel in Düren, jedoch letztlich eine schwierige Totgeburt — Mit einer Träne im Knopfloch: „RIP Containerterminal am Dürener Vorbahnhof!“

  3. Jetzt hat auch der letzte Anwohner hören können, was ein Terminal zwischen Arnoldsweiler und Merzenich bedeutet. Die Musik auf dem Feld war zwar nicht so laut eingestellt, der Schall hat es aber weit bis ins Dorf hinein getragen. Schlaf bei offenem Fenster wäre nicht mehr möglich gewesen.

    Schöne Grüße von der Frankenstraße

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