Pressemitteilung

 

Strukturwandel: Wird Merzenich zukünftig ein Industriestandort?

Merzenich. Auch wenn der Strukturwandel und die Frage „Was passiert nach dem Tagebau“ noch in weiter Ferne zu sein scheint, wirft das Thema heute schon seine Schatten voraus.

Der Ausschuss für Wirtschaftsförderung- und Strukturentwicklung in der Gemeinde Merzenich wird sich am Mittwoch den 27.06.2018 um 19:00 Uhr mit der Frage beschäftigen, ob die Gemeinde zukünftig eine Industriestandort für Chemie, Metall, Papier und Textilindustrie werden soll.
Geht man nach dem Willen des Bürgermeisters sollen im neuen Regionalplan der Bezirksregierung Köln für die Gemeinde Merzenich zukünftig 95 ha rund um die Ortsteile Merzenich und Girbelsrath als Industrie- und Gewerbeflächen ausgewiesen werden.
Eine zukünftige Vermarktung soll im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung „Interkommunale Gewebegebiete“ mit der Stadt Düren, den Gemeinden Niederzier und Kreuzau durch eine Entwicklungsgesellschaft erfolgen. Hier sollen Flächen für den Bedarf der Partnerkommunen auf dem Gemeindegebiet der Gemeinde Merzenich vorgehalten werden.

Allerdings steht dem eine Bedarfsberechnung aus einem durch den Kreis Düren erstelltes Gewerbeflächenkonzept/Gutachten entgegen, dass als Fachbeitrag in den neu zu erstellenden Regionalplan einfließen soll.
Nach aktueller Berechnung wurde ein Bedarf von 4,6 ha an Gewerbeflächen für Gemeinde Merzenich bis 2035 errechnet.

Mit dem Absetzten des Tagesordnungspunktes in der letzten Gemeinderatssitzung aufgrund fehlender Informationen, dürfte die Beratung in öffentlicher Sitzung des Ausschusses alles andere als einfach werden.
Neben den Industrie- und Gewerbeflächen , dürfte die Frage intensiv diskutiert werden, ob in Verantwortung für die nächsten Generationen, der ländliche Naherholungscharakter der Gemeinde, der seit Jahrzehnte ein Alleinstellungsmerkmal ist, dann noch erhalten werden kann.

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